Farben als Styling-Element

Bildgestaltung, sprich der räumliche und geometrische Aufbau ist eine Sache – die andere ist die Auswahl der passenden Accessoires. Sie sprechen nämlich Bände. Hier geht es um die Farben der Accessoires, die die Geschichte des Fotos idealerweise unterstreichen und im gegenteiligen Fall sogar stören können.

Farben sind Emotionen

Ein wichtiger Teil der Bildsprache sind Farben. In erster Linie geht es natürlich darum, zur Hauptfarbe des Models (des Kuchens, des Gerichts,…) passende Farben für die Accessoires auszuwählen. Manchmal hat man nicht die breite Palette der Farben zur Auswahl, weil das Model eine dominante Farbe hat und daher die eine oder andere Farbe nicht dazu passt und als Accessoire-Farbe nicht verwendet werden kann. In diesem Artikel soll es aber erstmal darum gehen, dass man auswählen kann – sagen wir vorerst, weil das Model eine neutrale Farbe hat, zB. ein dunkelbrauner Schokoladekuchen.

Bei der Auswahl der Accessoire-Farbe (Tücher, Teller,…) ist folgendes erstmal hilfreich: Orange und rot stehen für Dominanz und Energie – nicht umsonst ist rot eine Signalfarbe für Warnhinweise. Auch violett ist eine energiegeladene Farbe: sie steht für Tatendrang und Kreativität, auch für Magie und Phantasie. Ruhige Farben sind blau und grün. Grün wird mit Harmonie, Natur und Frische assoziiert, blau gibt Vertrauen, Sicherheit und Tradition.

Weiters drücken kräftige Farben insgesamt mehr Power aus als gedecktere Farben. Rot, gelb und blau sind übrigens die drei Hauptfarben in der breiten Farbpalette – aus diesen satten Farben können weitere kräftige Farben gemischt werden: grün, violett, pink und orange. Dazwischen ergeben sich durch Mischungen mit weiß und schwarz gedecktere und schwächere Farben wie zum Beispiel Pastellfarben, beige, Brauntöne und gräuliche Farben.

Farben passend zur Story auswählen

Jedes gestellte Foto, so auch ein Foodfoto, soll eine Geschichte erzählen. Eine Tasse Tee erzählt von einer gemütlichen Szene: jemand, der den Tee trinken wird, wird sich dabei entspannen und möglicherweise ruhige Musik hören. Knallig rote Accessoires würden dabei vermutlich irritieren. Braun- oder Blautöne hingegen passen gut zur Geschichte. Geht es in der Story um die besondere Wirkung von Heilkräutern, passt auch violett sehr gut dazu.

Es ist hilfreich, bei der Auswahl von Accessoires nachzudenken, welche Farben man selbst mit der Szene in Verbindung bringt. Ein gutes Beispiel dafür ist Weihnachten: für viele ist Gold und Silber typisch, für andere Rot, Grün und Weiß. Denkt man im Detail darüber nach, sind zwar beide Kombinationen weihnachtlich, aber: Gold und Silber passt besser zu festlichen Gerichten (zB. für das Weihnachtsmenü oder festliche Desserts), während die Rot-Grün-Weiß-Kombination besser zu Keksen und Bäckereien passt, vor allem wenn sie ein bisschen in Richtung amerikanisch-englische Weihnachten geht.

Ein frühlingshaftes Gericht bringst du vielleicht mit grün oder anderen zarten Farben in Verbindung, während für ein deftiges Gericht hellgelb nicht so gut passen würde. Das erste Bauchgefühl ist oft dabei oft ein guter Ratgeber.

Beispiele für gute Speisen-Farben-Kombinationen

Rosa, Beige und Co: unterstreicht romantische Szenen: fruchtige Kuchen, Torten, zarte und cremige Desserts,…

Grün: gesunde Gerichte, frühlingshafte Gerichte, Osterthemen

Orange, Brauntöne: Herbstliche Szenen und Gerichte

Blau: mediterrane Gerichte, Gerichte aus südlichen Ländern zB. Griechenland = alles, was mit Küche am Meer verbunden wird

Weiß & helle Farben: leichte Gerichte, fettarme Gerichte, gesundes Frühstück

Hier ein paar Beispiele von meinem Blog – beachtet dabei nicht die Accessoires an sich, sondern die Farben: bei der Weihnachtsroulade etwa ist es nur die halbe Miete, dass die beiden Figuren im rechten Bildteil Santa Clause und ein Weihnachtsbäumchen sind, da man sie gar nicht so genau erkennt. Wichtig ist hier aber, dass sie rot, grün und weiß schimmern – typische Weihnachtsfarben. Deckt sie euch kurz mit der Hand ab: ohne die beiden Figuren könnte es auch eine sommerliche Fruchtroulade sein.

Fazit und Tipps

Es ist hilfreich, bei der Auswahl der Accessoires nicht nur die Form oder das Element an sich, sondern auch an die Message der Farbe zu denken. Kleine Ursache – große Wirkung! Im Zweifelsfall würde ich sogar vorschlagen, auf ein Tuch zu verzichten, anstatt eines in einer nicht passenden Farbe zu wählen. Schließlich hat man kaum Geschirr, Tücher und Dekoration in allen Farben zur Verfügung.

Viel Freude beim Umsetzen! Auf deine Meinung zum Thema, Fragen und Diskussion im Kommentarbereich freue ich mich!

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